Ruth Cohn
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Wer ist Ruth C. Cohn?

Ruth C. Cohn, Begründerin der Themenzentrierten Interaktion (TZI) und eine der einflussreichsten Vertreterinnen der humanistischen Psychologie, feierte am 27. August 2002 ihren 90. Geburtstag. Einen grossen Teil ihres bewegten Lebens hat sie in der Schweiz verbracht. 1933, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, flüchtete die deutsch-jüdische Studentin von Berlin nach Zürich, wo sie Psychologie studierte und sich in Psychoanalyse ausbildete. Sieben Jahre später wanderte sie in die USA weiter und kehrte 1974 nach Europa zurück. Bis 2002 hatte sie ihren Wohnsitz auf dem Hasliberg.

Geprägt von ihren Erfahrungen mit Faschismus und Nationalsozialismus einerseits und vor dem Hintergrund der Psychoanalyse andererseits entwickelte sie im amerikanischen Exil das Konzept der Themenzentrierten Interaktion TZI. Die TZI ist auf aktives, schöpferisches und entdeckendes Lernen – lebendiges Lernen – und Arbeiten ausgerichtet. Sie strebt ein dynamisches Gleichgewicht an zwischen den Bedürfnissen der einzelnen Personen, der Gruppe, deren Aufgabe und dem Umfeld. Heute wird die TZI in allen Arbeits- und Lebensbereichen, insbesondere in der Erwachsenenbildung eingesetzt.